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ALLRIS - Auszug

22.02.2023 - 8 Bericht zur aktuellen Flüchtlingssituation; Vor...

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Wortprotokoll

Frau Göcmen begrüßt Frau Klinskiy als Gast.

Frau Wilhelm gibt zu Beginn einen Überblick über den aktuellen Sachstand zur Ukrainekrise: die Quote der aufgenommenen Flüchtlinge aus der Ukraine beträgt 11,13 %. Mit dieser Quote steht die Stadt durchaus gut dar und würde somit momentan keine weiteren Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Die Stadt Syke fordert auf  freiwilliger Basis weiter Geflüchtete aus dem Aufnahmelager an.  Die Stadt Syke hat seit 01.09.2022 insgesamt 23 Flüchtlinge aus weiteren Ländern (außer Ukraine) aufgenommen.

Frau Wilhelm teilt außerdem mit, dass entgegen der vorgesehenen Tagesordnung Frau Balk als neue Flüchtlingssozialarbeiterin sich nicht vorstellen wird, da sie leider innerhalb ihrer Probezeit gekündigt habe.

Frau Klinskiy stellt sich vor. Sie ist seit dem 28.04.2022 bei der Stadt Syke als Übersetzerin für aus der Ukraine Geflüchtete tätig ist. Zur aktuellen Situation gibt sie an, dass sich viele Geflüchtete sehr bemühen, sich zu integrieren und die Sprache zu erlernen. Ein Teil der Familien möchte gerne in Deutschland bleiben und die Kinder integrieren sich gut in Kindergarten und Schule. Dennoch dürfe man das Leid und die Gewalt, die diese Menschen erfahren haben, nicht außer Acht lassen.

Viele seien interessiert, einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhalten, die Sprachbarriere stelle aber ein großes Problem dar. Auch die Wohnungssuche am sowieso schon angespannten Wohnungsmarkt lässt nicht viel Spielraum, wobei einige der Geflüchteten bereits eine eigene Wohnung bezogen haben.

Auf eine Frage von Herrn Jahnke teilt Frau Klinskiy mit, dass sich viele Ukrainer*innen bemühen die Sprache zu erlernen und sich für einen Sprachkurse angemeldet. Hier unterstützt auch das Jobcenter. Ferner gibt es einige wenige, die es bereits geschafft haben, einen festen Arbeitsplatz zu erhalten.

Herr Eggers fragt Frau Wilhelm, wie die Stadt Syke sich die Unterbringung von weiteren 309 Flüchtlingen laut Quote bis zum Sommer 23 vorstelle, wenn nur 90 freie Plätze laut Bericht zur Verfügung stehen.

Frau Willhelm gibt an, dass es sich bei der Zahlengröße von 309 Flüchtlingen um eine Ankündigung aus November 2022 handele. Seither sind bereits Flüchtlinge angekommen und verringern diese Zahl. Die Prognose des Landes müsse auch so nicht eintreten und wird teilweise wieder korrigiert.

Auf eine Anmerkung von Herrn Eggers bestätigt Frau Wilhelm, dass die Situation hinsichtlich der zu erwartenden Geflüchteten unsicher sei, die Stadt aber bislang keine Geflüchteten zentral unterbringen musste. Sie bestätigte, dass der Wohnungsmarkt sehr angespannt sei.

Auf eine entsprechende Frage von Frau Beständig teilt Frau Klinskiy mit, dass sie sich freue, dass die Abläufe verbessert werden konnten und man jetzt recht gut aufgestellt sei bei der Anmeldung/ Registrierung von Geflüchteten.

Herr Jahnke bedankt sich für die gute Arbeit in diesem Bereich und dafür, dass es bei der Stadt Syke so viel besser gelaufen ist als an anderen Orten.