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ALLRIS - Auszug

11.09.2025 - 9.1 Jugendarbeit in der Stadt Syk...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Prößler berichtet über den Jugendtalk und die Ergebnisse der Veranstaltung. Herr Catruat wird an den Punkten „Eisdiele“ und „Angebote im Jugendtreff“ zusammen mit den Jugendlichen arbeiten. Das nächste Treffen ist für den 17.09.2025 in Gessel terminiert.

 

Frau Maaß merkt an, dass von den 608 eingeladenen Jugendliche lediglich 20 teilgenommen haben, was ihrer Ansicht nach darauf hindeutet, dass das Thema Jugendarbeit derzeit in den Ortschaften nicht stark präsent ist. Sie schlägt vor, zunächst das nächste Treffen abzuwarten, um die weiteren Ergebnisse zu beurteilen. Ihrer Einschätzung nach zeigen die bisherigen Ergebnisse, dass die Jugendlichen bestimmte Angebote vermissen, aber eine zentrale Jugendarbeit in den Ortschaften nicht unbedingt erforderlich ist. Die Ergebnisse des Jugendtalks zeigen derzeit zudem, dass die Räume im alten Barrier Rathaus für die Jugendlichen nicht zwingend gebraucht werden.

 

Frau Thiele erkundigt sich nach dem konkreten Ansatz, wie eine Eisdiele für die Jugendlichen realisiert werden könnte.

 

Herr Catruat erläutert, dass das Thema Eisdiele zunächst als Brücke zu den Jugendlichen dienen soll, um diese stärker für weitere Projekte zu gewinnen.

 

Frau Thiele schlägt in diesem Zusammenhang vor, einen Eiswagen während der Sommermonate durch die Ortschaften zu schicken.

 

Frau Dr. Bremer äußert, dass sie in der vorherigen Ausschusssitzung der Meinung war, dass das Thema Jugendarbeit in den Ortschaften kein direktes Thema für den Rat sei. Sie betont jedoch, dass sie durch die Abstimmung nicht den Bedarf an Jugendarbeit in den Ortschaften schwächen möchte. Ihrer Einschätzung nach ist aber der Bedarf an einem Jugendtreff in den Ortschaften derzeit nicht vorhanden.

 

Herr Bak vertritt eine andere Sichtweise. Seiner Meinung nach spricht das Format des Jugendtalk nur wenige Jugendliche an, weshalb die Teilnehmerzahl gering war. Er sieht keinen Grund, weshalb Barrien kein Potenzial für Jugendarbeit haben sollte, da es viele Jugendliche gibt, die beispielsweise nicht in Vereinen integriert sind und sich über entsprechende Angebote freuen würden. Langfristig würden zudem Räume im alten Barrier Rathaus frei werden.

Herr Bak räumt ein, dass Personal knapp ist, weist jedoch darauf hin, dass laut Beschlussvorlage auch in den Ortschaften zeitlich begrenzte Projekte durchgeführt werden sollen, wodurch ebenfalls Personal benötigt wird und keine Entlastung entsteht. Er schlägt vor, gemeinsam mit den Jugendlichen Lösungen zu entwickeln und zunächst regelmäßig stattfindende Angebote zu schaffen, damit diese langfristig erfolgreich sein können.

 

Herr Hartje äußert sich, dass aufgrund der unsicheren Situation und des bestehenden Personalmangels die Notwendigkeit eines Beschlusses kritisch zu hinterfragen sei. Seiner Ansicht nach würde durch einen Beschluss der Grundsatz etabliert, dass nur noch zentrale Jugendarbeit angeboten wird, wodurch die Jugendarbeit in den nördlichen Ortschaften faktisch von der Verwaltung eingestellt würde. Er hinterfragt daher die Sinnhaftigkeit eines Beschlusses in der jetzigen Form.

 

Frau Maaß weist darauf hin, dass der Jugendtreff in Barrien bereits seit mehreren Monaten geschlossen ist. Das am Gebäude angebrachte Schild signalisiere fälschlicherweise, dass der Jugendtreff noch geöffnet sei. Sie plädiert dafür, zunächst auf mögliche neue Räumlichkeiten zu warten und sich in der Zwischenzeit auf projektbezogene Angebote zu konzentrieren.

 

Frau Prößler berichtet, dass seit der Corona-Pandemie die Jugendarbeit in Barrien weitgehend auf null zurückgegangen ist. Zwar war zunächst noch Personal vorhanden, jedoch kamen kaum Jugendliche zu den Angeboten. Erst kürzlich wurden erneut Angebote geschaffen, jedoch blieb die Beteiligung der Jugendliche aus. Sie betont, dass der Beschluss nicht dauerhaft verstanden werden soll und auch nicht ausschließt, dass in Barrien in Zukunft wieder Jugendarbeit stattfindet. Für die Mitarbeitenden im Syker Jugendhaus sei es derzeit schwierig, Prioritäten zu setzen. Die Intention der Beschlussvorlage sei es, den Fokus zunächst auf die Jugendarbeit in Syke zu legen und zeitgleich den „Druck“ von den Jugendhaus-Mitarbeitenden zu nehmen.

 

Herr Catruat ergänzt, dass sich Jugendliche nur dann beteiligen, wenn sie wirklich Interesse haben. Wäre ein größeres Interesse vorhanden gewesen, hätten auch entsprechend mehr Jugendliche am Jugendtalk teilgenommen. Die Jugendlichen sehen das Jugendhaus derzeit nicht als zentralen Treffpunkt, sondern nutzen eher spontane Aufenthaltsorte wie z. B. den Edeka-Markt. Die geplante Jugendarbeit in Barrien soll daher nicht zunächst über den Jugendtreff erfolgen, sondern über projektbezogene Angebote.

 

Herr Bak wiederholt, dass in der Beschlussvorlage ausdrücklich festgehalten ist, dass in den Ortschaften Jugendprojekte durchgeführt werden sollen. Er ist der Auffassung, dass deren Umsetzung mit erheblichen Arbeitsumfang verbunden sei. Er merkt an, dass bei Ablehnung des Beschlussvorschlages der Jugendtreff in Barrien nach Möglichkeit auch weiterhin von den Mitarbeitenden des Jugendhaus mit bearbeitet wird.

 

Frau Prößler erläutert, dass die Verwaltung seit geraumer Zeit unter Druck stehe, da in nahezu jeder Sitzung nach dem Stand der Jugendarbeit in Barrien gefragt werde.

 

Herr Hartje schlägt erneut vor, auf eine Abstimmung zu verzichten.