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12.06.2025 - 9 Jugendarbeit in der Stadt Syke
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Datum:
- Do., 12.06.2025
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Fachbereich 2 - Bildung und Sport
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Frau Prößler erläutert ausführlich die Beschlussvorlage.
Frau Maaß zeigt Verständnis für die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der geplanten Zentralisierung auf das Jugendhaus Syke. Sie betont, dass insbesondere im nördlichen Bereich der Stadt dann keine reguläre Jugendarbeit mehr stattfinden würde, welches die Erreichbarkeit der Angebote für Jugendliche aus dem Syker Norden erschweren würde. Sie schlägt vor, die Beschlussfassung zu vertagen, um zunächst das geplante Gespräch mit den Jugendlichen aus dem Syker Norden im August 2025 abzuwarten.
Frau Prößler bekräftigt nochmals, dass der Standort in Barrien personell schwer zu bespielen ist. Der wöchentliche Jugendtreff wurde von den Jugendlichen vor Ort zudem kaum bis gar nicht angenommen.
Herr Betcher erklärt, dass die SPD-Fraktion dem Beschlussvorschlag nicht zustimmen wird. Er spricht sich für eine Prüfung alternativer Räumlichkeiten aus und schlägt vor, die Anforderungen in der Stellenausschreibung zu senken, um eine Neubesetzung zu erleichtern.
Frau Dr. Bremer kündigt für die CDU-Fraktion eine Enthaltung an. Aus ihrer persönlichen Sicht könnten die Jugendlichen auch nach Syke kommen. Sie stellt jedoch infrage, ob überhaupt ein Ratsbeschluss benötigt wird, wenn ohnehin nicht genügend Personal zur Verfügung steht.
Frau Prößler betont, dass ein Ratsbeschluss notwendig ist, um die geplante Umstrukturierung transparent umzusetzen und Planungssicherheit zu schaffen.
Herr Scheer schließt sich den Vorredner:innen an und spricht sich für die Entwicklung alternativer Angebote aus. Diese sollten zu gegebener Zeit erneut aufgegriffen werden.
Herr Brickwedel fragt nach, ob die in der Beschlussvorlage genannten 10.000 € für Projektarbeit separat beschlossen werden müssten.
Frau Prößler verneint dies und erklärt, dass der Betrag im Rahmen der Haushaltsplanung 2026 berücksichtigt wird.
Frau Beständig warnt davor, das bestehende Angebot ganz aufzugeben. Ein beendetes Angebot wäre schwer wiederzubeleben. Sie spricht sich dafür aus, in anderen Ortschaften nach geeigneten Räumlichkeiten zu suchen und die Zwischenzeit bestmöglich zu überbrücken.
Herr Seedorf äußert im Namen der FDP-Fraktion Zweifel am Nutzen der vorgelegten Beschlussvorlage. Aus seiner Sicht hätte eine reine Information über die derzeitige personelle Situation ausgereicht.
Frau Prößler weist darauf hin, dass bei Angeboten stets zwei pädagogische Kräfte vor Ort sein müssten. Dies ist mit der aktuellen Personaldecke kaum umsetzbar – insbesondere bei Ausfällen wegen Urlaub oder Krankheit.
Herr Betcher bringt das alte Feuerwehrhaus in Gessel als potenziellen Standort ins Gespräch.
Herr Heuer-Brockhoff betont, dass es in erster Linie am Personal mangelt – neue Räumlichkeiten sind derzeit zweitrangig. Er sieht aktuell keine Aussicht auf eine tragfähige Lösung und plädiert ebenfalls für eine Vertagung des Beschlusses.
Frau Prößler erinnert daran, dass bei aller Diskussion um Jugendarbeit in Barrien auch die weiteren Ortschaften wie z.B. Heiligenfelde und Okel berücksichtigt werden müssten.
Herr Brickwedel wirft die Frage auf, inwieweit Jugendliche sich selbst im Bereich Jugendarbeit organisieren könnten. Es müsse geprüft werden, ob eine rechtssichere, selbstorganisierte Form von Jugendarbeit möglich wäre.
Frau Prößler berichtet, dass eine solche Selbstorganisation bereits in Heiligenfelde praktiziert werde – dort gestalte sich die Jugendarbeit teilweise in Eigenregie.
Anschließend sprechen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, den Tagesordnungspunkt zu vertagen. Die Beratung soll in der nächsten Sitzung des Fachausschusses fortgeführt werden, unter Berücksichtigung eines Fazits aus dem geplanten Treffen im August 2025 mit Jugendlichen aus dem Syker Norden.
