Ratsinformationssystem

ALLRIS - Auszug

22.05.2025 - 10 Zwischenergebnis Anrufsammeltaxi/Anruflinientaxi

Reduzieren

Wortprotokoll

Frau Söchtig berichtet über den Zwischenstand der Umfrage in den Ortsräten zum AST und AST. Neben organisatorischen Fragen kristallisierte sich insbesondere die Kostenfrage heraus. Die Umfrage findet noch bis morgen, 23.05.2025 statt. Ferner wurde angeregt, die Umsetzung des BruVi-Mobil aus der Samtgemeinde Bruchhausen- Vilsen in den Vergleich mit aufzunehmen.

 

Frau Söchtig erläutert anhand einer Präsentation (als Anlage dem Protokoll beigefügt) die Unterschiede zwischen ALT, AST und Bruvi-Mobil. Festzuhalten ist, dass das ALT und das AST einer Förderung durch den ZVBN/ Landkreis unterliegen, das BruVi-Mobil durch die Samtgemeinde vollständig finanziert wird. Das BruVi-Mobil fährt derzeit nur in der Ortschaft Bruchhausen-Vilsen und wird daher nur für kurzen Strecken (meistens bis 3 km) genutzt. Entlegene Ecken werden derzeit nicht abgedeckt. Die SG Bruchhausen-Vilsen umfasst ca. 9.000 Einwohnende. Die Stadt Syke hat ca. 25.000 Einwohnende, daher sei eine Vergleichbarkeit etwas schwierig.

 

Anhand von zwei Beispielen zeigt Frau Söchtig mögliche Kosten für ein AST und das BruVi-Mobil auf. Sofern sich die Stadt für ein AST entscheiden sollte, sind die Tarife selbst festzulegen. Hier gilt zu überlegen, welche Personen befördert werden sollen und ob die Tarifgestaltung sozial gerecht oder Kosten-Nutzen-orientiert gestaltet werden soll.

 

Ferner weist sie darauf hin, dass ein AST nur dann Kosten verursacht, wenn es auch tatsächlich genutzt wird. Die ausgewerteten Fahrten der Buslinie 115 haben die Stadt ca. 30.000 € im Jahr gekostet, pro Fahrt sind im Durchschnitt 0,8 Fahrgäste befördert worden. Hier seien auch Leerfahrten finanziert worden.

 

Sollten bei einer Einführung eines AST die Kosten steigen, gäbe es jederzeit die Möglichkeit, regulierend einzuwirken. Dies könne über Beförderungsbeschränkungen oder Tarifgestaltung erfolgen.

 

Frau Thiele äußert Bedenken, dass das Tarifsystem zu kompliziert sei und die Bevölkerung dies nicht verstehen würde. Auch sei ihr wichtig zu wissen, dass das Hallenbad angebunden sei.

 

Frau Söchtig teilt mit, dass Sonderregelungen wie z. B. Hallendbad oder Arztpraxen aufgenommen werden können.

 

Frau Früchtenicht teilt mit, dass der Ortsrat Okel sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt habe. Das AST ist eine ideale Ergänzung zum Bürgerbus (für die Zeiten, in denen der Bürgerbus nicht fährt). Sie interessiert, wie viel Vorlaufzeit benötigt würde und zu welchen Zeiten das AST fahren könnte (halbe oder volle Stunde). Natürlich sei auch die Höhe der Kosten für die Fahrgäste wichtig. Falls das AST nicht umgesetzt werden sollte, spricht sie sich alternativ für ein ALT aus, damit dort überhaupt eine Anbindung erfolgt.

 

Herr Haake bezweifelt, dass es überhaupt ein Unternehmen geben könnte, dass das AST umsetzen könnte. Herr Kuchem antwortet, dass Frau Erdmann vom ZVBN bereits deutlich signalisiert hat, dass es ein Unternehmen gibt, das das AST umsetzen kann.

 

Frau Hammerschmidt ist es wichtig, dass auch Rollstuhlfahrende dort mitfahren können.

 

Frau Söchtig versichert, dass dies in den Beförderungsbedingungen enthalten sein wird und dass das Unternehmen mindestens ein Fahrzeug dafür vorhalten muss.

 

Herr Seifert vom Seniorenbeirat spricht sich deutlich für das AST – insbesondere für die Außenorte- aus.

 

Die Beschlussvorlage, die in der FeZiMo-Sitzung am 13.03.2025 vertagt wurde, soll in der nächsten FeZiMo-Sitzung beraten werden.