Wohngeld Bewilligung

Allgemeine Informationen

Wohngeld hilft Haushalten mit geringem Einkommen, die Wohnkosten zu tragen. Es wird als Zuschuss zur Miete oder der Belastung für das Eigenheim gezahlt. Das bedeutet, dass nie die vollständige Miete/Belastung durch das Wohngeld gedeckt wird.

Wohngeldberechtigt ist grundsätzlich jeder Mieter oder Eigentümer von selbst bewohntem Wohnraum.

Ob und in welcher Höhe Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können, hängt vor allem von den folgenden Faktoren ab:

  • Anzahl der Haushaltsmitglieder
  • Höhe des Gesamteinkommens des Haushalts
  • Höhe der zuschussfähigen Miete/Belastung

Als Einkommen gelten dabei alle Geld- und Sachleistungen, auch z. B. monatliche Zahlungen von Eltern oder Verwandten bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.
Wenn das Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen zu hoch ist, besteht kein Wohngeldanspruch.

Es werden auch Sonderzuwendungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zu einem Zwölftel auf das monatliche Einkommen hinzugerechnet. Kapitalerträge, soweit sie 100,00 € übersteigen, Unterhaltsleistungen und Abfindungen zählen ebenfalls zu anrechenbaren Leistungen.

Die Miete bzw. Belastung ist nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen zuschussfähig. Ihre Miete bzw. Belastung kann diesen Betrag zwar übersteigen, findet aber bei der Wohngeldberechnung keinerlei Berücksichtigung.

In Syke gelten folgende Miethöchstbeträge (Mietenstufe 2)

Bei zu berücksichtigenden Haushaltsmitgliedern

Miethöchstbetrag in €

1 Person

381,00

2 Personen

461,00

3 Personen

549,00

4 Personen

641,00

5 Personen

732,00

Mehrbetrag für jeden weiteren zu berücksichtigenden Haushaltsangehörigen

88,00

Grundsätzlich kann kein Wohngeld an Personengruppen gezahlt werden, deren Wohnkosten bereits in anderen Sozialleistungen enthalten sind.
Ausgeschlossen sind u. a. Empfänger von

  • Arbeitslosengeld II
  • Grundsicherung
  • Sozialhilfe
  • Jugendhilfe

Bei einem Antrag auf Wohngeld müssen die wirtschaftlichen Verhältnisse aller Haushaltsmitglieder offengelegt werden. Das gilt sowohl für Familien als auch für unverheiratete Paare. Falls nicht alle Haushaltsmitglieder Leistungen beziehen, die zu einem Wohngeldausschluss führen,  kann für diese ein Wohngeldanspruch geprüft werden.

Für alleinstehende Auszubildende und Studenten ist ein Wohngeldanspruch nur gegeben, wenn "dem Grunde nach k e i n Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder BAföG" besteht.
Dieses ist z. B. der Fall bei

  • Ablauf der Förderungshöchstdauer
  • Ablehnung von BAföG wegen fehlender Leistungsnachweise
  • Zweitausbildung / Zweitstudium
An wen muss ich mich wenden?

Die Antragsunterlagen können Sie während der allgemeinen Öffnungszeiten

Montag bis Freitag      08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

bei der Wohngeldstelle im Rathaus abgeben.

Darüber hinaus können Sie in Ausnahmefällen einen Termin in den Nachmittagsstunden vereinbaren. Bitte wenden Sie sich hierzu an die zuständigen Sachbearbeiter.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Neben dem Formantrag für Mietzuschuss (bei zu zahlender Miete) oder Lastenzuschuss (bei vorhandenem Eigenheim) sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Verdienstbescheinigung – ausgefüllt vom Arbeitgeber
  • aktuelle Gehaltsabrechnung/Gehaltsnachweise (z.B. Rente, aktuelle Gehaltsabrechnung)
  • Ergänzende Erklärung zum Wohngeldantrag
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung des vergangenen Quartals und Jahr
  • Schulbescheinigung (bei Kindern über 15 Jahren)
  • Nachweise über Vermögen/Zinsen
  • Nachweise über Unterhaltszahlungen (Kontoauszüge)
  • Festsetzungsbescheid über Unterhalt
  • Nachweise über erhöhte Werbungskosten
  • Nachweise über Kinderbetreuungskosten
  • Leistungsbescheide über andere Leistungen
  • Schwerbehindertenausweis

Speziell für Mietzuschuss:

  • Mietvertrag (Bei Erstantrag)
  • Mieterhöhungsnachweis
  • Nachweis der Zahlung der Miete der letzten 3 Monate (Kontoauszüge)
  • Vermieterbescheinigung

Speziell für Lastenzuschuss:

  • Grundbuchauszug (bei Erstantrag) oder
  • Kaufvertrag über das Haus (bei Erstantrag)
  • Darlehensverträge über Fremdmittel (bei Erstantrag)
  • Wohnflächenberechnung (bei Erstantrag)
  • Fremdmittelbescheinigung – ausgefüllt von der Bank
  • Nachweis über die Zahlung der Belastung (Kontoauszug)
  • Grundsteuerbescheid
  • Angaben zur Ermittlung der Belastung
  • Mietverträge über vermieteten Wohnraum im Eigenheim
Welche Fristen muss ich beachten?

Der Wohngeldantrag gilt ab dem Ersten des Monats, in dem der Antrag bei der Stadt Syke eingeht.

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