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Vorlage - 2007/024  

Betreff: Schulentwicklung in Syke
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:Harm-Dirk HüppeAktenzeichen:2-
Federführend:Fachbereich 2 - Bildung und Generationen Bearbeiter/-in: Gildmann, Heide
Beratungsfolge:
Ausschuss für Familie und Soziales
22.02.2007 
Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Familie und Kinder und des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur geändert beschlossen   
Schulausschuss Vorberatung
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Syke Vorberatung
22.03.2007 
Sitzung des Rates der Stadt Syke zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Bereits 2005 wurde darauf hingewiesen, dass es in Syke auf Grund der Ausrichtung der Sekundarschulen und der Geburtenzahlen mittelfristig zu Veränderungen im schulischen Angebot in Syke kommen muss. Seinerzeit wurden noch keine Veränderung vorgenommen und die Schülerströme, die sich auf Grund der Auflösung der Orientierungsstufen in Syke sammelten, durch das Aufstellen von Mobilbauten aufgefangen. Der Rat beschloss allerdings, sich dieses Themas 2007 nochmals anzunehmen (Anlage 1).

 

Durch die Beschulung der fünften und sechsten Klassen an der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium wurden in Syke zusätzliche Klassenräume für die Gymnasiasten aus den Nachbargemeinden benötigt. Hier konnten Lösungen auf Grund der damals schon zurückgehenden Jahrgangsstärken gefunden werden.

 

Eine weitere Veränderung war die Einrichtung des Realschulzweiges an der Ganztagsschule. Es wurde seinerzeit befürchtet, dass die Hauptschule als Schulform nicht mehr nachgefragt werden würde und somit kurzfristig nur noch einzügig geführt werden könnte, was den Standort der Schule in Syke möglicherweise in Frage gestellt hätte. Diese Befürchtung ist in dem Umfange nicht eingetreten, aber es ist schon feststellbar, dass die Zahl der Anmeldungen für die Hauptschule rückläufig ist. Erst im achten Jahrgang steigt die Zahl der Hauptschüler wieder, da in der Regel eine Umschulung von anderen weiterführenden Schulen nach der siebten Klasse erfolgt. Der Realschulzweig wird in jedem Jahrgang mit zwei Klassen beschult.

 

Es ergibt sich somit folgender Bedarf an Klassenräumen für die GTS 2001 ab Sommer 2007:

 

Jahrgang

5

6

7

8

9

10

gesamt

HS

2

2

2

3

3

2

14

RS

2

2

2

2

2

2

12

Gesamt

4

4

4

5

5

4

26

 

 

Zur Verfügung stehen folgende Räume beim Schulzentrum Ferdinand-Salfer-Straße:

 

Im Hauptschulgebäude

11 AUR

Ehemaliger Flügel der OS FSS

8 AUR

Mobilbauten

3 AUR

Textilraum Hauptschulgebäude

1 AUR

Mehrzweckraum Hauptschulgebäude

1 AUR

Gesamt

25 AUR

 

 

Es fehlt also ab Sommer ein Klassenraum; sofern eine dritte Hauptschulklasse 10 eingerichtet werden müsste, sogar zwei.

 

Mit den Schulleitungen, den Eltern und der Landesschulbehörde wurden Gespräche geführt, um nach Lösungen zu suchen, die den Bildungserfordernissen für die Kinder gerecht werden, aber auch berücksichtigen, dass sich für Syke mittelfristig sinkende Einschulungszahlen abzeichnen.

 

Der Vorschlag der Verwaltung, für eine Übergangszeit Wanderklassen (10te Realschulklassen) einzurichten, fand keine Zustimmung, da gerade diesen Schülern auf Grund des umfänglichen Prüfungsdruckes nicht zugemutet werden könne, keinen Stammklassenraum zu haben. Die Argumente der Schule, dass für Wanderklassen keine Räume zur Verfügung stünden, da alle Räume durchgängig belegt seien, konnten durch Vorlage eines Raumbelegungsplanes (Anlage 2) nicht begründet werden. Vier bis fünf Räume (verschiedene) sind in den ersten sechs Stunden frei und könnten von Wanderklassen belegt werden. Die pädagogischen Argumente zur Ablehnung von Wanderklassen sind aber durchaus einleuchtend und vor dem Hintergrund des Erfordernisses einer Schulbildung, die dazu befähigen soll, eine Lehre aufzunehmen, sehr ernst zu nehmen.

 

Somit fehlt weiterhin ein Klassenraum. Dieser sollte durch einen weiteren Mobilbau im kommenden Schuljahr bereitgestellt werden. Es sollte sich um eine einfache Variante ohne sanitäre Einrichtungen handeln, die an eine Giebelwand des Grundschulgebäudes angesetzt wird. Damit wäre dann für die GTS eine Übergangslösung (nach wie vor vier Mobilbauten und Umwidmung des Textil- und Mehrzweckraumes nötig) geschaffen.

 

Diese Übergangslösung sollte kurzfristig in eine nachhaltig positive Lösung für die Syker Schüler umgewandelt werden.

 

Die Kinderzahlen in Syke stellen sich zz. rückläufig dar. Insgesamt ist zu erwarten, dass sich die Zahl der in Syke lebenden Kinder auf ca. 200 pro Jahrgang einpendeln wird. Eine gesamte Sechszügigkeit der beiden Grundschulen in Syke, wie Mitte der Neunziger, ist schon jetzt nicht mehr darstellbar.

 

Folgende Geburtenzahlen ergeben sich pro Schuljahrgang (1.7. – 30.6.) nach Schulbezirken:

 

Jahrgang 1.7.

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

Jetzt Klasse

4

3

2

1

E07

E08

E09

E10

E11

E12

 

Heiligenfelde

Kinder

40

41

37

41

47

36

40

37

34

28

Klassen

2

2

2

2

2

2

2

2

2

1

 

Barrien

Kinder

86

107

100

97

109

91

70

84

94

72

Klassen

3

4

4

4

4

4

3

3

4

3

 

Syke – GS am Lindhof / Gebrüder-Grimm-Schule

Kinder

92/50

90/55

93/38

71/37

111

115

108

99

90

102

Klassen

4/2

4/2

4/2

3/2

4

5

4

4

4

4

 

Eine Aufteilung nach den jetzigen Schulbezirken bzw. dem gemeinsamen Schulbezirk wird hier nicht vorgenommen, da sich insgesamt abzeichnet, dass im Einzugsbereich der Gebrüder-Grimm-Schule keine Zweizügigkeit mehr dargestellt werden kann. Mittelfristig ist mit einer durchgängigen Vierzügigkeit in Syke zu rechnen.

 

In Gesprächen zwischen der Landesschulbehörde, den Schulleitungen, den Elternvertretungen und der Stadtverwaltung wurde folgende Lösung erarbeitet, mit der sich alle Beteiligten einverstanden erklärten:

 

-          Im Sommer 2007 werden an der Grundschule am Lindhof drei erste Klassen, in der Gebrüder-Grimm-Schule zwei erste Klassen eingeschult. Die GTS 2001 erhält einen zusätzlichen Mobilbau für ein Jahr und widmet den Mehrzweckraum zu einem AUR um.

 

-          Einer der beiden Räume des Hortes, der seit dem Februar 2007 in der GS am Lindhof untergebracht ist, wird zum neuen Schuljahr vom Hort geräumt und der rückkehrenden dritten Sprachheilklasse der Hacheschule überlassen.

 

-          Die Hortgruppe wird in der ehemaligen Schulhausmeisterwohnung untergebracht.

 

-          Im Sommer 2008 werden alle Syker und Steimker Kinder in der Grundschule am Lindhof eingeschult. Es wird sich um vier oder fünf Klassenverbände handeln. Eine Einschulung bei der Gebrüder-Grimm-Schule erfolgt nicht mehr.

 

-          Die zwei frei werdenden Grundschulklassen werden der GTS 2001 überlassen, die dann den einen Mobilbau zurückgeben und den Mehrzweckraum zurückwidmen kann.

 

-          Der frei gewordene Mobilbau wird an die Schulhausmeisterwohnung der Grundschule am Lindhof angesetzt und steht dann der zweiten Hortgruppe, die dann aus dem Schulgebäude auszieht, bis auf Weiteres zur Verfügung. Langfristig ist eine Rückkehr des Hortes in das Schulgebäude geplant.

 

-          Es werden weiterhin drei Sprachheilklassen der Hacheschule in der GS am Lindhof beschult.

 

-          Im Sommer 2009 werden alle verbliebenen Schüler der Gebrüder-Grimm-Schule in der Grundschule am Lindhof beschult (das sind die jetzigen ersten und die im Sommer 2007 einzuschulenden Klassenverbände). Mit der Landesschulbehörde wurde besprochen, dass die Klassen im bisherigen Verband beschult werden sollen. Es soll keine Neuaufteilung der Klassen an der Grundschule am Lindhof erfolgen, um die Umstellung für die Schüler so leicht wie möglich zu gestalten.

 

-          Die GTS 2001 bekommt die restlichen Räume der Gebrüder-Grimm-Schule und gibt die drei Mobilbauten zurück und kann den Textilraum wieder als Fachunterrichtsraum nutzen.

 

-          Die Umstrukturierung der Syker Schullandschaft ist zum 01.08.2009 abgeschlossen. Syke verfügt dann über drei Grundschulen, eine Realschule und eine Ganztagshauptschule mit Realschulzweig.

 

Die Raumsituation der Grundschule am Lindhof soll im Folgenden dargestellt werden, da in einer Übergangszeit mehr Klassen beschult werden müssen als es zz. der Fall ist. Es sei aber auch darauf hingewiesen, dass es nicht so eng wird, wie es Mitte der Neunziger war, als durchgehend sechszügige Klassenverbände dort beschult wurden.

 

Jahr

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

GS Klassen

15

14

15

19

18

17

16

16

16

16

SKG

2

2

2

2

2

2

2

2

2

2

SHK

2

3

3

3

3

3

3

3

3

3

Hort

2

1

0

0

0

0

0

0

0

0

Gesamt

21

20

20

24

23

22

21

21

21

21

 

Räume

SKG

2

 

 

 

AUR

18

 

 

 

EDV

 

1

 

 

Musik

 

1

 

 

Werken

 

1

 

 

Küche

 

1

 

 

Nassraum

2

 

 

 

Kleingruppenräume

 

 

3

(für SHK – ca. 9 Schüler – nutzbar)

Gesamt

22

4

3

 

 

Sowohl Elternvertretungen als auch Schulleitungen zeigen sich mit dieser Lösung einverstanden und nehmen die schwierigen Bedingungen in der Übergangszeit in Kauf, um dann eine nachhaltige Lösung für die Syker Schullandschaft zu erhalten.

 

 

Durchführungszeitraum:

Erste Maßnahmen sind umgehend in Angriff zu nehmen – Umbau der Hausmeisterwohnung und Aufstellung des zusätzlichen Mobilbaues. Die Gesamtmaßnahme wird zum Sommer 2009 abgeschlossen sein.

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.      Ab dem Schuljahr 2008/2009 werden alle Kinder aus den Ortschaften Syke und Steimke in der Grundschule am Lindhof eingeschult.

 

2.      Zum Schuljahr 2009/2010 werden alle Schüler aus den Ortschaften Syke und Steimke in der Grundschule am Lindhof beschult. Die Stadt Syke setzt sich mit der Landesschulbehörde dafür ein, dass die Klassenverbände erhalten bleiben. Die Gebrüder-Grimm-Schule wird aufgelöst.

 

3.      Der Hort der Grundschule am Lindhof wird zum Schuljahr 2007/2008 eine Gruppe in der Grundschule und eine Gruppe in der Hausmeisterwohnung betreiben. Ab dem Schuljahr 2008/2009 werden durch den Anbau eines Mobilbaues an der Hausmeisterwohnung beide Hortgruppen dort betreut.

 

4.      Ab dem Schuljahr 2007/2008 werden wieder drei Sprachheilklassen (mit Syker Schülern) in der Grundschule am Lindhof beschult.

 

5.      Im Schuljahr 2007/2008 wird der GTS 2001 ein weiterer Mobilbau zur Verfügung gestellt. Ab dem Schuljahr 2009/2010 stehen die Räume der Gebrüder-Grimm-Schule der GTS 2001 zur Verfügung – die 3 Mobilbauten werden abgebaut.

 

6.      Haushaltsmittel in der erforderlichen Höhe für Baumaßnahmen und Mieten werden bereitgestellt.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Für den Umbau bzw. die Sanierung der Hausmeisterwohnung zu einer Horteinrichtung werden Kosten von ca. 50.000 € entstehen. Die neue Horteinrichtung kann von der Grundschule in die Hausmeisterwohnung übernommen werden.

 

Die Kosten für den neuen Mobilbau werden sich auf ca. 6.000 € Jahresmiete belaufen. Die Herstellung des Fundamentes bei der GTS und später bei der Hausmeisterwohnung wird jeweils ca. 5.000 € inkl. Aufbau betragen.

 

Ab Sommer 2009 werden die drei jetzigen Mobilbauten entmietet, was in 2009 Minderausgaben von 9.000 € und im Folgejahr von 21.000 € bringt.

Anlagen:

Anlagen:

- Raumbelegungsplan

- Ratsbeschluss vom 08.06.2005 zur SV 2005/06-3

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 2007-024 Raumbelegungsplan (68 KB)      
Anlage 2 2 2007-024 Auszug Ratsprotokoll (65 KB)      
Stammbaum:
2007/024   Schulentwicklung in Syke   Fachbereich 2 - Bildung und Generationen   Beschlussvorlage öffentlich
2007/024-1   Schulentwicklung in Syke - Ergänzung der Beschlussempfehlung durch den Ausschuss für Schule, Sport und Kultur   Fachbereich 2 - Bildung und Generationen   Beschlussvorlage öffentlich
2007/024-2   Schulentwicklung in Syke - Nachreichung von Schülerzahlen   Fachbereich 1 - Organisation, IT und Personal   Informationsvorlage öffentlich