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Vorlage - 2020/133-01  

Betreff: Antrag zum Thema "Leerstände in der Syker Innenstadt" der FWG Fraktion
- Ergänzungsvorlage der Verwaltung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:Frau S. Laue, Tel: 164-500Bezüglich:
2020/133
Federführend:Bürgermeisterin Bearbeiter/-in: Speer, Jana
Beratungsfolge:
Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Ordnung Vorberatung
22.02.2021 
Virtuelle Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Ordnung ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Syke Entscheidung
04.03.2021 
Sitzung des Rates der Stadt Syke ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

 

Mit dem Antrag der FWG soll Leerständen in der Innenstadt entgegen gewirkt werden.

 

Im Rahmen der Präsidiumssitzung des Niedersächsischen Städtetages am 16.02. wurde die Thematik der Belebung der Innenstädte intensiv behandelt und diskutiert: 

 

Das Coronavirus hat die Digitalisierung im Einzelhandel (Onlinehandel) und in der Büroarbeit (Home-Working) deutlich beschleunigt. Hinzu treten die gravierenden Einbrüche in Gastronomie, Handel, Hotellerie und der Freizeit- und Kulturwirtschaft. 

 

In der Folge stehen die gewachsenen Zentren, d.h. die Innenstädte vor einem grundlegenden strukturellen Wandel. Die Veränderungen sind sehr schnell, umfassend und tiefgreifend, vielfältig und unübersichtlich – und sie treffen nicht wenige Beteiligte in ihrer Substanz. Diese Situation setzt die Akteure der Entwicklung der Zentren unter großen Druck – und

der „Markt“ wird die Probleme in diesem Fall nicht lösen können.

 

In der Präsidiumssitzung führt Herr Prof. Krüger von der Hafencity-Universität folgendes zutreffend aus:

 

Herausforderungen und Chancen für die Innenstädte

 

Innenstädte sollen künftig als 3. Ort erlebbar sei, ein Ort,  in denen Menschen gerne zusammenkommen, sich treffen, Essen und Trinken, Einkaufen, Kultur erleben, arbeiten, etc. 

 

Innenstädte werden von ihren Besuchern als Gesamtzusammenhang erlebt und nicht zuletzt wegen der Belebtheit des öffentlichen Raums geschätzt.

 

Deshalb gilt es, die absehbaren oder bereits bestehenden Leerstände möglichst schnell mit     Zwischennutzungen, zu belegen und die Innenstadt als Ort, „wo etwas los ist“, wo es immer wieder „Neues zu sehen“ gibt, zu stärken – gerade in einer Phase des Umbruchs. Geschieht dies nicht, ist ein nachhaltiger Bedeutungsverlust wahrscheinlich.

 

Ein Ad hoc-Management, das kurzfristig (nur) von der Kommune geschaffen werden kann, sollte deshalb:

 

Zwischen- oder Nachnutzungen organisieren, am besten innovativ und individuell, ggf. temporär (pop ups), gern hybrid bzw. Multi-Channel (stationär und digital) Märkte, Veranstaltungen, Aktionen organisieren, um (zusätzlich zum Handel) Besuchsanlässe zu schaffen und das soziale und kulturelle „Erlebnis Innenstadt“ zu stärken.

 

Bereits jetzt stehen mögliche Fördermittel aus dem Programm „Zukunftsräume“ zur Verfügung. Ob diese Fördermittel antragsgemäß verwendet werden können, wird geprüft.

 

Anlässlich der Präsidiumssitzung haben die Minister Lies und Althusmann angekündigt, weitere Fördermittel für eine Innenstadtentwicklung und –förderung kurzfristig bereit zu stellen.

 

Erste Gespräche wurden bereits vom 1. Stadtrat Herr Kuchem und der Bürgermeisterin Frau Laue mit Eigentümern von derzeit leerstehenden Gewerbeeinheiten über eine mögliche vorübergehende Nutzung geführt.

 

Für eine Belebung der Innenstadt und insbesondere der Hauptstraße sind die Einrichtung von Co-Work-Spaces, Start-Ups oder Creative-Labs wichtige Bausteine.

 

Der Antrag der FWG wird befürwortet, da hiermit dem Strukturwandel Rechnung getragen wird und die Möglichkeit besteht, neue Anreize für den Aufenthalt in der Hauptstraße zu bieten.  

 

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Beschlussvorschlag:

Der Rat der Stadt Syke beschließt:

 

1. Eine Dokumentation der Leerstände in der Syker Innenstadt

 

2. Die Bürgermeisterin und der Wirtschaftsförderer führen Gespräche mit den Eigentümern der Immobilien, um Zwischennutzungen zu ermöglichen, fachlich zu begleiten und so bezahlbare Arbeits- und Produktionsräume für Unternehmen und Freiberufler zu ermöglichen.

 

3. Die Prüfung, ob Fördergelder zur Errichtung von Co-Work-Spaces, Start-Ups und Creative-Labs beantragt werden können.
 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

Möglicherweise müssen Gelder aus dem Bereich „Wirtschaftsförderung“ eingesetzt werden.

 

Nachhaltigkeit:

Mit dem Beschluss wird dem Strukturwandel Rechnung getragen und es besteht die Möglichkeit, neue Anreize für den Aufenthalt in der Hauptstraße zu bieten.

 

Durchführungszeitraum:

Ab Beschlussfassung.

 

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Stammbaum:
2020/133   Antrag zum Thema "Leerstände in der Syker Innenstadt" der FWG Fraktion   Stabstelle Steuerung   Beschlussvorlage öffentlich
2020/133-01   Antrag zum Thema "Leerstände in der Syker Innenstadt" der FWG Fraktion - Ergänzungsvorlage der Verwaltung   Bürgermeisterin   Beschlussvorlage öffentlich