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Vorlage - 2021/022  

Betreff: Fortführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Stadt Syke
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:1. Frau S. Wittrock, Tel: 164-110
2. Herr T. Kuchem, Tel: 164-502
Federführend:Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin Bearbeiter/-in: Kuchem, Thomas
Beratungsfolge:
Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Ordnung Vorberatung
22.02.2021 
Virtuelle Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Ordnung ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Syke Entscheidung
04.03.2021 
Sitzung des Rates der Stadt Syke ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Sachverhalt:

  1. Grundlagen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Die Luxemburger Deklaration der EU für betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Erklärung der Mitglieder des Europäischen Netzwerkes für betriebliche Gesundheitsförderung, die 1997 anlässlich ihres Treffens in Luxemburg zu den Zielen und Inhalten betrieblicher Gesundheitsförderung verabschiedet wurde.

Unter dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement versteht man das systematische und nachhaltige Bemühen um die gesundheitsförderliche Gestaltung von Ausstattung, Strukturen und Prozessen rund um die Gesundheitsförderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Grundsätzlich trägt der  Arbeitgeber die Hauptverantwortung für die Überprüfung, Umsetzung und Verbesserung aller erforderlichen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz (Bsp. Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz, etc.). Wenn man das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit der notwendigen Professionalität betreibt, unterstützt es die pflichtige Umsetzung der Aufgaben aus dem Arbeitsschutzgesetz (§ 4 ArbSchG) und das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM).

Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes insbesondere den allgemeinen Grundsatz zu berücksichtigen, dass die Arbeit so zu gestalten ist, daß eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird.

Das BEM ist eine Aufgabe des Arbeitgebers mit dem Ziel, Arbeitsunfähigkeit der Beschäftigten eines Betriebes oder einer Dienststelle möglichst zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des betroffenen Beschäftigten im Einzelfall zu erhalten. Im weiteren Sinne geht es um ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zum Schutz der Gesundheit der Belegschaft. Die Rechtsgrundlage ist § 167 Abs. 2 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX). 

Gesetzlich verpflichtend ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement für die Krankenkassen. Diese müssen pro Jahr einen bestimmten Betrag in die Betriebe und deren Gesundheitsmanagement investieren. Anspruchsberechtigt für diese Förderung sind Betriebe, die den Krankenkassen ein aktives Betriebliches Gesundheitsmanagement präsentieren können.

  1. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Stadt Syke

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Stadt Syke wurde in den letzten Jahren mit Unterstützung der Krankenkassen aufgebaut. Insgesamt gibt es das Betriebliche Gesundheitsmanagement bereits seit 2016 bei der Stadt Syke, bis 2019 mit finanzieller Unterstützung der AOK. Im Jahr 2020 gab es eine Zusammenarbeit mit der Barmer und auch im Jahr 2021 wird die Stadt Syke von der Barmer begleitet und unterstützt. Der aktuelle Projektpjektplan sieht vor, dass die Barmer finanzielle Mittel in Höhe von rund 9.900 € aufwendet und die Stadt Syke im Gegenzug zu den Projekten und Maßnahmen 3.100 € beisteuert.

In den letzten Jahren wurden viele verschiedene  Projekte, Workshops und Kurse angeboten. Angeboten wurden zum Beispiel:

  • Kurs zum Thema Zeitmanagement,
  • Fahrsicherheitstrainings,
  • Teilnahme am Firmenlauf Be to Run,
  • Selbstverteidigungskurse,
  • Bewegter Arbeitsalltag,
  • Kochkurse,
  • Nutzerkarten für das Hallenbad,
  • Stresstest für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den städtischen Kindertageseinrichtungen.

 

Viele Kurse sind gut bis voll belegt. Alleine im Jahr 2020 wurde in den ersten Monaten unter anderem ein Workshop zum Thema Stress im Arbeitsalltag angeboten, dieser war komplett ausgebucht. Außerdem hat das Gesundheitsscreening der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Bauhof stattgefunden. Daran haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs teilgenommen. Auch der jedes Jahr stattfindende „Bewegte Arbeitsalltag“ ist mit 30 bis 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gefragt.

Auch waren für das  Jahr 2020 Projekte mit der polnischen Partnerstadt, dem Landkreis Diepholz und der Gemeinde Stuhr geplant, diese mussten leider Corona bedingt abgesagt bzw. verschoben werden.

 

 

 

  1. Fazit

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Stadt Syke ist bereits so gut aufgestellt, dass es durch die Krankenkassen gefördert und unterstützt wird.

Die Stadt Syke kann sich bei Stellenausschreibungen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement trägt zur Unterstützung und Stärkung der Gesundheitskompetenz jedes einzelnen bei und somit zur Verhütung von Gesundheitsgefahren.

Weiter werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehalten auf ihre Gesundheit zu achten und auf das Betriebsklima hat das Betriebliche Gesundheitsmanagement ebenfalls positive Auswirkungen.


 

 

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Beschlussvorschlag:

1. Der Rat der Stadt Syke beschließt, das Gesundheitsmanagement der Stadt Syke als dauerhafte Institution einzurichten.

2. Zur Finanzierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Jahr 2021 werden im Haushalt Mittel in Höhe von 5.000 € zur Verfügung gestellt.
 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

Für das Betriebliche Gesundheitsmanagement werden im Haushalt 2021 Mittel in Höhe von 5.000,00 € der Buchungsstelle 11.1.03.426101 zur Verfügung gestellt.

Nachhaltigkeit:

Die Stadt Syke fördert durch das Betriebliche Gesundheitsmanagement den Schutz und die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und trägt zur Erfüllung der rechtlichen Vorschriften bei. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden angehalten auf ihre Gesundheit zu achten und sich entsprechend einzubringen.

Durchführungszeitraum:

Nach dem Ratsbeschluss als dauerhafte Aufgabe.
 

 

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Anlage/n: