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Vorlage - 2017/056  

Betreff: Bericht zu den Radverkehrsprojekten in Syke
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage öffentlich
Verfasser:Thomas Kuchem, Tel: 164-502
Federführend:Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin Bearbeiter/-in: Kuchem, Thomas
Beratungsfolge:
Ausschuss für Naherholung und Kultur Zur Kenntnis
14.06.2017 
Sitzung des Ausschusses für Naherholung und Kultur zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Bau und Umwelt Zur Kenntnis
15.06.2017 
Sitzung des Ausschusses für Bau und Umwelt mit Beteiligung des Ortsrates Syke zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Sachverhalt:

Die Stadt Syke ist als ehemalige Preisträgerin der Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Niedersachsen“ in unterschiedlichen Gremien und Arbeitskreisen aktiv, um die Fortentwicklung des Themas Radverkehr betreiben zu können.

 

  1. Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune in Niedersachsen und Bremen

Die Stadt Syke ist am 21.05.2015 der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Niedersachsen und Bremen (AGFK) als Gründungsmitglied beigetreten. Die AGFK veranstaltet regelmäßige Treffen zu den unterschiedlichsten Themen mit Bezug zum Radverkehr: Einmal im Jahr findet eine Fachtagung statt, auf der die Zertifizierungen „Fahrradfreundliche Kommune“ vorgenommen werden. Zweimal im Jahr  tagt der „Ständige Arbeitskreis Radverkehr“ in Hannover.

Vertreter der Stadt Syke nehmen an diesen Sitzungen teil, um aktuelle Trends und Informationen zu erhalten

 

Ziel der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Niedersachsen und Bremen  (AGFK) ist die Förderung von Umweltschutz und Erziehung und zwar durch systematische Förderung der Nahmobilität und hier schwerpunktmäßig des Radverkehrs, um insbesondere den Verkehrsanteil des Radverkehrs zu erhöhen und die Verkehrssicherheit der Radfahrenden zu verbessern.

  • Interessenvertretung gegenüber den Ländern Niedersachsen und Bremen, dem Bund und weiteren Akteuren,
  • Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern,
  • Beratung und Hilfestellung unter den Mitgliedern,
  • Darstellung der Belange fahrradfreundlicher Kommunen gegenüber der Öffentlichkeit,
  • Durchführung gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit, auch in Verbindung mit den Ländern Niedersachsen und Bremen sowie mit Verbänden und Institutionen,
  • Entwicklung und Durchführung von konkreten Projekten, vorbildlichen Praxisbeispielen und Aktionen,
  • Organisation von Fortbildungsveranstaltungen und Beratung.

 

  1. Kommunalverbund – Grüner Ring / Landschafts- und Naherholungsstrategie

Eine gemeinsame Aktivität im Kommunalverbund ist das Projekt Grüner Ring. Der Grüne Ring Region Bremen ist einer der Grundsteine der Zusammenarbeit in der Region Bremen. Im Jahr 2003 wurde unter Mitarbeit von Bremen und 23 niedersächsischen Städten und Gemeinden sowie sechs Landkreisen ein Radwegenetz eröffnet, das die Natur- und Kulturlandschaft jenseits von Verwaltungsgrenzen für Naherholungssuchende erlebbar macht. Drei regionale Ringwege und Querverbindungen mit über 800 km Gesamtlänge ermöglichen es seitdem, die Region per Rad zu erfahren. Radwanderkarten und ein Beschilderungssystem sorgen dabei für einfache Orientierung. Eine eigene Internetseite und die Touristiker informieren über den Grünen Ring Region Bremen.

Bereits in der Entwicklungsphase kam die Idee auf, dass der Grüne Ring mehr sein kann als Radwegenetze.

Mit der Landschafts- und Naherholungsstrategie eröffnet sich nun die Möglichkeit, den Grünen Ring weiter zu denken und zu entwickeln. Es ist an der Zeit, Landschaft und Naherholung als Themen der Zusammenarbeit anzupacken.

Die Weiterentwicklung des bisherigen Grünen „Rings“ von einem linienbezogenen zu einem flächenbezogenen Ansatz spiegelt sich auch in der künftig aktualisierten Außendarstellung wieder. „Grüner Ring Region Bremen“ steht nun auch für die Landschaft neben den Wegen, für die Angebote in der Fläche und jenseits der Strecke und die Zusammenarbeit im gesamten Gebiet des Kommunalverbunds.

Die Stadtverwaltung hat sich an dem gesamten Prozess in unterschiedlichen Arbeitsgruppen aktiv beteiligt. Die Entscheidung über den Fortgang des Projekts wird der Rat in einer der nächsten Sitzungen im Rahmen einer Beschlussvorlage treffen.

 

  1. W.i.N. – Projektgruppe Mobilität

In der Projektgruppe Mobilität wurden in Bezug auf die Fahrradmobilität folgende Punkte als mögliche Ziele ausgemacht:

  • Modellprojekt Tempo 30
  • Festlegung eines/er Radverkehrsbeauftragten in den Kommunen
  • Instandsetzung und Pflege von Radwegen (auch an klassifizierten Straßen)
  • Einrichtung von Lufttankstellen
  • Radwegelückenschlüsse schließen (z. B. zwischen Ortsteilen verschiedener Kommunen)
  • Radschnellwege
  • Ideen für kleinere radverkehrsfördernde Maßnahmen
    • Ampelgriff: Blankgeputzte Ampelmasten sind ein Indiz dafür, dass Radfahrer an roten Ampeln nicht gerne absteigen. Damit diese Wartestellung bequemer und auch sicherer für die Radfahrer wird, gibt es den Ampelgriff.

So kann man sich auch bei schlechtem Wetter an den Ampelmasten festhalten, ohne kalte oder schmutzige Hände zu bekommen. Außerdem kann der Radfahrer bei Grün sofort "durchstarten".

Der Ampelgriff ist aus einem besonderen, hochwertigen Kunststoff (Polyamid), der Witterungsstabil und für alle Jahreszeiten im Außenbereich geeignet ist.

  • Anhängerverleih des Einzelhandels – Einkaufen mit dem Fahrrad
  • Diensträder in der Verwaltung
  • Überdachte Wartebereiche für Fahrradfahrer an relevanten Punkten
  • Pedelec Verleihsystem
  • Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen und in Innenstädten

Die weitere Beschlussfassung und daraus resultierende Anträge auf Fördermittel bleiben abzuwarten.

 

  1. Streckenkontrolle und Instandhaltung

Die städtischen Radwege wurden im Rahmen der Erstellung des Straßenkatasters auch erfasst. Sofern die Radwege befestigt sind, wurde im Zuge der Erfassung der bauliche Zustand bewertet.

Die städtischen Radwege werden, wie auch die Straßen, gemäß den gesetzlichen Vorgaben vom Bauhof überprüft (Streckenkontrolle). Die unter Umständen notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen werden vom Fachbereich Bauen geplant und durchgeführt.