Ratsinformationssystem

Vorlage - 2005/068-3  

Betreff: Außerplanmäßige Ausgabe gemäß § 89 Abs. 1 NGO
für eine Maßnahme des I. Nachtrages für das Haushaltsjahr 2005
- Raumsituation an der GTS 2001
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:Harm-Dirk HüppeAktenzeichen:2-
  Bezüglich:
2005/068
Federführend:Fachbereich 2 - Bildung und Generationen Bearbeiter/-in: Gildmann, Heide
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Stadt Syke Entscheidung
12.07.2005 
Sitzung des Rates der Stadt Syke ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen

  Das Dokument wurde eben bearbeitet. Sie können die aktuelle Version in Kürze ansehen - bitte aktualisieren Sie dazu die Browseransicht mit 'Neu laden' (F5).  

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Der Rat der Stadt Syke hat in seiner Sitzung am 08.06.2005 beschlossen, die Raumprobleme an der GTS 2001 in den nächsten zwei Jahren durch die Errichtung von Pavillons durch die BBS Syke bzw. durch die Errichtung von Mobilbauten zu lösen. Vorgespräche mit der BBS haben mittlerweile ergeben, dass der Aufbau von Pavillons, in denen unterrichtet werden kann, vermutlich nicht von Berufsschülern geleistet werden kann. Dabei wird erhebliche Unterstützung von Handwerksfirmen erforderlich sein.

 

Auf Anfrage des Schulelternratsvorsitzenden erklärte sich die Deutsche Bundesbahn bereit, drei Reisezugwagen aus den sechziger Jahren für ein Schulprojekt der GTS zur Verfügung zu stellen. Nach Aussage von Schulleiter Goltermann könnten diese Reisezugwagen als Ersatz für die Pavillons genutzt werden und so die Raumproblematik der Schule für die nächsten zwei Jahre entschärfen.

 

Auch wie bei den Pavillons sei darauf hingewiesen, dass es sich hier nicht um einen vollwertigen Klassenraumersatz handelt. Die Baugenehmigung kann daher auch lediglich über eine projektbezogene Nutzung durch die Schule lauten. Untergebracht werden sollen die zehnten Hauptschulklassen in zwei der Wagen. Dadurch, dass diese Klassen viel Fachpraxis, Fachunterricht und freie Gruppenarbeit haben, ist die Nutzung der Wagen durch Klassenunterricht sehr beschränkt.

 

Eine zu diesem neuen Projekt einberufene Schulelternratssitzung sah diese Lösung mit einer gewissen Skepsis an. Vorrangiger Wunsch wäre weiterhin die Aufstellung der Mobilbauten – allerdings unbedingt in einer besseren schulraumadäquaten Qualität. Den Eltern ist wichtig, dass ihre Kinder sofort nach den Sommerferien die Möglichkeit haben, in einem eigenen Klassenraum unterrichtet zu werden; bei den Mobilbauten sehen sie dieses nicht als möglich an. Wenn von Seiten der Lehrerschaft bestätigt wird, dass Unterricht auch in einem umgebauten Reisezugwagen erfolgen kann und rechtlich und sicherheitstechnisch keine Probleme hinsichtlich der Nutzung bestehen, dann wären sie damit einverstanden, übergangsweise auch dem Unterricht im Reisezugwagen zuzustimmen.

 

Für den Sicherheitsingenieur stellt die Nutzung der Waggons durch Schüler kein Problem dar. Wichtig ist, dass die Wagen fest stehen und auch nicht mehr bewegt werden können, dass sichere Treppenaufgänge hergestellt werden und dass gewährleistet ist, dass gehbehinderte Kinder dort nicht beschult werden müssen. Bezüglich der Hitzeentwicklung im Sommer und der Kälte im Winter verweist er auf eine Selbstbeschränkung der Lehrkräfte in Extremfällen. Wenn die klimatischen Bedingungen in den Waggons gesundheitsabträglich sind, wäre der Unterricht an geeigneten Orten durchzuführen.

 

Die Gesamtkonferenz der GTS hat sich einstimmig bei drei Enthaltungen für den Unterricht in den Reisezugwagen ausgesprochen. Von der Lehrerschaft werden weder in den pädagogischen Möglichkeiten noch hinsichtlich des Raumklimas Unterschiede zwischen diesen Wagen und Mobilbauten gesehen.

 

Der Landkreis als Baugenehmigungsbehörde hält die baurechtliche Genehmigung der Wagen für schulische Zwecke nicht für ausgeschlossen.

 

 

Durchführungszeitraum:

 

Die Wagen sollen kurzfristig aufgestellt werden und möglichst sofort nach den Sommerferien genutzt werden können. Sie sollen das Raumproblem der GTS für zwei Jahre lösen.

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Ratsbeschluss vom 08.06.2005 aus der Vorlage 2005/006-3 Punkt 1 wird aufgehoben.

 

Die Raumprobleme der GTS in den Schuljahren 2005/2006 und 2006/2007 werden durch das Aufstellen von drei Reisezugwagen gelöst. Bis zum Schuljahr 2007/2008 ist ein nachhaltiges, tragfähiges Raumkonzept zu entwickeln und umzusetzen.

 

Für das Aufstellen und Einrichten der Reisezugwagen werden außerplanmäßig 30.000 € zur Verfügung gestellt.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die geschätzten Kosten für das Aufstellen der Reisezugwagen stellen sich folgendermaßen dar:

 

Gleisarbeiten:

Durch die Arbeiten der VGH ist es möglich, günstig an Gleise und Schwellen zu kommen. Die ca. 70 Meter Gleis könnten dann unter fachkundiger Anleitung vom Bauhof verlegt werden. Über den Aufwand hinsichtlich der Tragfähigkeit des Bodens besteht zurzeit noch Ungewissheit.

 

Aufstellen der Wagen:

Es laufen zurzeit Verhandlungen mit der Bahn, dass diese Kosten auch noch übernommen werden. Da die Bahn den Kran am Syker Bahnhof schon vor Ort hat, wäre hier eine günstige Lösung denkbar.

 

Ver- und Entsorgungsleitungen zum Gleisbett:

Die Erschließung der Anlage soll über den Weg bei der Sporthalle erfolgen. Die Zuleitung von Wasser und Strom ist erforderlich. Vom Schulleiter wird vorgeschlagen, lediglich eine „Nottoilette“ einzurichten. Eine Abwasserleitung würde sich dann erübrigen.

 

Herstellung der inneren Ver- und Entsorgung:

Es liegt ein Angebot eines Fachpraxislehrers der GTS vor. Für pauschal 5.000 € kann die Elektro-, Heizungs- und Wasserinstallation erfolgen.

Eine Klimatisierung für die Sommermonate ist nach Aussage des Schulleiters möglich. Bahntechniker werden Informationen hergeben.

 

Inventar für Klassenräume:

Es müssen Pultstühle, Lehrertische, Tafeln und Klassenschränke für zwei Räume besorgt werden.

 

Zaunanlage:

Lt. Auskunft des Schulleiters sind die Wagen zu sichern. Der Leihvertrag der Bahn, aus dem das hervorgeht, wurde bisher noch nicht vorgelegt. Auch hinsichtlich einer geforderten Versicherung ist zu überlegen, ob diese abgeschlossen werden soll. In einem der letzten Prüfberichte des RPA wurde angeregt, auf Versicherungen generell zu verzichten.

 

Zusammenfassung:

Kosten für Gleisbaumaterial

2.000 €

Aufstellen der Wagen durch Bundesbahnkran

3.000 €

Ver- und Entsorgungsleitungen zum Gleisbett

4.000 €

Herstellung der inneren Ver- und Entsorgung

5.000 €

Material für Aufgangstreppen

2.000 €

Inventar für zwei Klassenräume

10.000 €

Zaunanlage

4.000 €

Gesamt

30.000 €

 

 

Über den Nachtragshaushalt werden 30.000 € für die Maßnahme bereitgestellt. Um sofort handeln zu können, sind die Mittel jetzt außerplanmäßig bereitzustellen.

Stammbaum:
2005/068   I. Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2005   Fachbereich 1 - Organisation, IT und Personal   Beschlussvorlage öffentlich
2005/068-1   I. Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2005   Fachbereich 1 - Organisation, IT und Personal   Beschlussvorlage öffentlich
2005/068-1-1   I. Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2005   Fachbereich 1 - Organisation, IT und Personal   Beschlussvorlage öffentlich
2005/068-2   Über- und außerplanmäßige Ausgaben gemäß § 89 Abs. 1 der NGO für Maßnahmen des I. Nachtrages für das Haushaltsjahr 2005   Fachbereich 1 - Organisation, IT und Personal   Beschlussvorlage öffentlich
2005/068-3   Außerplanmäßige Ausgabe gemäß § 89 Abs. 1 NGO für eine Maßnahme des I. Nachtrages für das Haushaltsjahr 2005 - Raumsituation an der GTS 2001   Fachbereich 2 - Bildung und Generationen   Beschlussvorlage öffentlich