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Vorlage - 2010/033  

Betreff: Modellvorhaben Integrations-Krippe
Aufhebung des Ratsbeschlusses zum letztmaligen Betrieb der Krippe im Kunterbunt
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:Harm-Dirk HüppeAktenzeichen:2-
Federführend:Fachbereich 2 - Bildung und Generationen Bearbeiter/-in: Borgmann, Birgit
Beratungsfolge:
Ausschuss für Familie und Soziales Vorberatung
10.03.2010 
Sitzung des Ausschusses für Familie und Kinder ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
11.03.2010 
Sitzung des Verwaltungsausschusses      
Rat der Stadt Syke Entscheidung
17.03.2010 
Sitzung des Rates der Stadt Syke ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Im Zuge des Beschlusses, an der Sulinger Straße eine neue Kindertagesstätte mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe zu schaffen, und diesen auch mit Kindern zu füllen, wurde beschlossen:

 

„Der Rat der Stadt Syke beschließt bei 2 Enthaltungen und 2 Stimmen dagegen letztmalig die Fortführung einer Krippengruppe für das kommende Kindergartenjahr 2009/10 im Kindergarten Kunterbunt.“

 

Aus verschiedenen Gründen sollte von dieser Beschlusslage nunmehr abgewichen werden.

 

1. Die Krippenentwicklungsplanung

Die Stadt Syke hat eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines Konzeptes für die Betreuung von U3-Kindern ins Leben gerufen. Hintergrund hierfür ist der ab 2013 geltende Rechtsanspruch für U3 Kinder auf einen Betreuungsplatz.

 

Die Krippengruppe des Kindergarten Kunterbunt ist in diesem Konzept ein fester Bestandteil. Auch wenn zz. möglicherweise kurzfristig Überkapazitäten bestehen, macht es dennoch keinen Sinn, eine gut laufende Einrichtung zu schließen, und sie in ein oder zwei Jahren dann wieder neu einrichten zu müssen.

 

Wenn die bisherige Nachfrageentwicklung weiter so voranschreitet, ist mit der Notwendigkeit der Krippengruppe im Kunterbunt bereits zum Sommer 2011 zu rechnen.

 

2. Kontinuität der Betreuung

Eltern und Kinder nehmen die Krippenbetreuung im Kunterbunt seit drei Jahren in Anspruch. Die Betreuung und Einrichtung erfährt eine hohe Akzeptanz bei den Eltern. Diese Kinder in eine andere Einrichtung zu überführen – mit anderen Betreuungskräften und einer anderen Umgebung, wäre möglicherweise problematisch. Es ist auf jeden Fall damit zu rechnen, dass die Eltern einen Wechsel der Einrichtung (und möglicherweise des Trägers) im November ablehnend gegenüberstehen werden.

 

3. Modellprojekt Integrationskrippen

Seit Januar bietet das Land Niedersachsen Modellprojekte für die gemeinsame Betreuung von Regelkindern und entwicklungsverzögerten Kindern im Krippenalter an. Die Teilnahme an diesem Modellprojekt ist dann möglich, wenn mindestens ein entwicklungsverzögertes Kind betreut werden soll. Das Modellprojekt läuft bis zum Sommer 2012. Ein Antrag kann gestellt werden, wenn ein Kind mit erhöhtem Förderbedarf sich für die Krippenbetreuung anmeldet. Wenn das geschieht, möchte die Lebenshilfe gerne am Modelprojekt teilnehmen.

 

Es wird nicht möglich sein, sich auf den Standpunkt zu stellen, dass eine Integrationskrippe nicht erforderlich sein wird. In Syke werden im Kindergartenbereich derzeit 27 I-Kinder betreut. Bezogen auf die Kinderzahl von rund 600 in dieser  Altersgruppe, kann man davon ausgehen, dass 4,5 % der Kinder eine Entwicklungsverzögerung aufweisen. Auch wenn diese Verzögerung im Alter unter drei Jahren vielleicht noch nicht sofort diagnostiziert werden kann, muss davon ausgegangen werden, dass auch im Krippenbereich Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zu betreuen sind. Und auch diese Kinder fallen untern den Rechtsanspruch, der ab 2013 für alle Kinder über einem Jahr bestehen soll.

 

Entsprechend des regionalen integrativen Betreuungskonzeptes für Syke übernimmt die Lebenshilfe Syke die Führungsrolle bei der integrativen Betreuung. Diese Rolle sollte ihr auch bei der U3-Betreuung zukommen. Die Einrichtung und das Personal des Kunterbunt ist bereits hervorragend auf die integrative Betreuung von Kindern ausgerichtet, so dass es nur Sinn macht, die I-Krippe auch hier einzurichten.

 

Die Teilnahme am Modellprojekt sollte unbedingt unterstützt werden. Die Krippe im Kunterbunt sollte langfristig dort bleiben, um eine Kontinuität in der Krippenbetreuung zu erhalten und vor den Hintergrund der vorhandenen Ausstattung unverzüglich am Modellprojekt Integrationskrippe teilnehmen zu können.

 

 

Nachhaltigkeit:

 

Auch Integrationskinder haben ab 2013 einen Anspruch auf einen Krippenplatz. Um diesen Anspruch in adäquater Weise begegnen zu können, sollten schnellstmöglich Erfahrungen gesammelt werden. Die Initiative der Lebenshilfe auf diesem Sektor ist daher zu begrüßen.

 

 

Durchführungszeitraum:

 

Der Antrag soll unmittelbar dann gestellt werden, wenn sich ein entwicklungsverzögertes Kind anmeldet. Die Teilnahme am Modellprojekt kann dann sofort beginnen.

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Krippengruppe im Kindergarten Kunterbunt wird dort unbefristet geführt.

 

Die Teilnahme der Lebenshilfe am Modellprojekt I-Krippe wird befürwortet – die I-Krippe wird im Kindergarten Kunterbunt betrieben.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Zusätzliche Kosten für die Integrationskrippe entstehen der Stadt Syke nicht, da die besonderen Ausstattungen über das Land gezahlt würden.  Der Betrieb der Krippe an sich würde weiterhin die gleichen Kosten generieren wie bisher. Ein kurzfristiger Leerstand bzw. die nicht Vollauslastung in der neuen Einrichtung an der Sulinger Straße würde zu etwas höheren Kosten für das einzelne Kind in der neuen Einrichtung führen.