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Auszug - Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt Syke zur Thematik "Luftfilteranlagen"  

Virtuelle Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 17.02.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:30 Anlass: Sitzung
Raum: Virtuelle Sitzung
Ort:
2021/016 Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt Syke zur Thematik "Luftfilteranlagen"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:1. Frau J. Speer, Tel:164-655
2. Frau S. Laue, Tel: 164-500
Federführend:Stabstelle Steuerung Bearbeiter/-in: Speer, Jana

Zu dem Thema “Schule unter Corona“ (ehemals TOP 10) informiert zunächst Frau Raue den Ausschuss über digitales Arbeiten und die digitale Ausstattung an der Luise-Chevalier-Schule.

 

Sie stellt den unterschiedlichen Umfang und die unterschiedliche Art digitalen Arbeitens in den verschiedenen Jahrgängen dar. Es hat sich herausgestellt, dass insbesondere in den Jahrgängen 5 und 6 die Schülerinnen und Schüler mit dem digitalen Unterricht teilweise überfordert sind. Das gleiche gilt für die Inklusionskinder.

 

Insgesamt schlussfolgert sie, dass sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler derzeit die Verlierer sind.

 

Die flächendeckende Ausstattung mit interaktiven Tafeln wird als gut und hilfreich empfunden. Allerdings verfügt die Schule nicht über eine ausreichende Anzahl iPads um den Bedarf für die Ausleihe an bedürftige Schülerinnen und Schüler komplett decken zu können.

 

Eine baldige weitgehende Rückkehr aller Schülerinnen und Schüler in die Schule wäre wünschenswert.

 

Frau Weinhold sieht z.B. digitale Tests kritisch. Dazu erläutert Frau Raue, dass in diesen Zeiten digitale Tests eher als Information dazu dienen, festzustellen, wo der Schüler/die Schülerin steht. Eine Benotung wird wegen der unterschiedlichen häuslichen Unterstützung auch seitens der Schule als schwierig angesehen.

 

Herr Scheer, Schulleiter der Grundschule in Barrien, teilt mit, dass es die vom Land in Aussicht gestellte Richtlinie zur Bewertung und Benotung in der besonderen Situation der Pandemie leider noch nicht gibt.

 

Herrn Jahnke möchte wissen, ob es Kinder gibt, die gar nicht am Unterricht teilnehmen. Das ist nach Auskunft von Frau Raue nicht der Fall. Allerdings gibt es einige wenige Schülerinnen und Schüler, die schwer zu erreichen sind. Darum kümmert sich im Einzelfall die Schulsozialarbeit. Bei Bedarf gibt es Regelungen über die Notbetreuung.

 

 

Anschließend gibt Frau Walbelder einen Überblick über die Möglichkeiten der Stadt als Schulträger, die Schulen in ihrer derzeit sehr schwierigen Situation in der Ausstattung zu unterstützen.

 

Für die Bereiche „Förderung sächlicher Schutzausstattung“, „Sofortausstattungsprogramm“ und “DigitalPakt Schulen“ stellt sie dar, was und in welchem Umfang gefördert wird, wie der Verfahrensablauf ist und gibt letztlich Auskunft über den aktuellen Sachstand für Syke.

 

Die Förderung über das „Sofortausstattungsprogramm“ reichte in Syke trotz Nachförderung leider nicht aus, um den von den Schulen gemeldeten Bedarf für mobile Endgeräte zur Ausleihe an Bedürftige vollumfänglich zu decken. Entlastung gibt es insoweit durch eine Spende der Volksbank von je 25 Geräten, die die Luise-Chevalier-Schule und die Grundschule Barrien erhalten haben.

 

Zurzeit sind im „DigitalPakt Schule“ Förderanträge in Höhe von insgesamt ca. 420.000 € gestellt, die alle bewilligt sind. Inzwischen sind an allen städtischen Schulen die Klassenräume und Fachräume mit interaktiver Präsentationstechnik (überwiegend active panels) ausgestattet. Dabei ist zu beachten, dass in den nächsten Jahren nach und nach die Kosten für die Ersatzbeschaffung auf die Stadt zukommen wird, da es dafür bisher keine Förderprogramme gibt.

 

Soweit die für die Stadt Syke zur Verfügung stehenden Fördermittel aus dem „DigitalPakt Schule“ die Kosten für bisher durchgeführte und bereits geplante Maßnahmen übersteigen, wird zu gegebener Zeit zusammen mit den Schulen überlegt, welche weiteren Maßnahmen sinnvoll sind.

 

Herr Jahnke dankt den Lehrkräften noch einmal für ihr besonderes Engagement in der Corona-Pandemie und hofft, dass die inzwischen gute digitale Ausstattung der Schulen nach den Einschränkungen durch Corona zu gutem Präsenzunterricht beiträgt.

 

 

Im Rahmen der Beratung über die Beschaffung von mobilen Luftfiltergeräten für Schulen gibt Herr Michel zunächst einige Erläuterungen zu dem Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen. Er sieht in den mobilen Luftfilteranlagen eine sinnvolle Ergänzung zum Lüften und plädiert noch einmal für eine umfangreiche Ausstattung nach der Erprobungsphase.

 

Frau Früchtenicht teilt für die Fraktion der FWG mit, dass diese die Notwendigkeit für die mobilen Geräte nicht sieht, da in den Schulen überall ausreichend gelüftet werden kann und es sich um Luftfilter handelt, die mit Luftumwälzung arbeiten. Darüber hinaus stellen sich für sie folgende Fragen: Wann werden die Geräte getestet? Wie lange werden sie getestet? Wer wertet anhand welcher Kriterien aus? Wie sieht es mit Folgekosten aus?

 

Als deutlich sinnvoller bewertet sie den Einbau von Lüftungsanlagen mit Luftzufuhr von außen. In dem Zusammenhang wirft Frau Lehmann die Frage auf, ob eine solche Lüftungsanlage im Zuge der geplanten Brandschutzertüchtigung in der Grundschule Am Lindhof eingebaut werden kann/soll.

 

Für die Erprobung sind nach Auskunft von Frau Prößler inzwischen 3 mobile Lüftungsgeräte bestellt, die aber noch nicht geliefert sind. Sie macht darauf aufmerksam, dass keine Dringlichkeit gegeben ist, da sich derzeit nur die Abschlussklassen und die Schüler und Schülerinnen der Klassen 1-4 wechselweise in den Schulen aufhalten. Danach ist über die Verteilung auf die Schulen zu entscheiden. Da anschließend von einer sinnvollen Testphase von 4-6 Wochen nach den Osterferien auszugehen ist, ist mit Erkenntnissen/Ergebnissen nicht vor Ende Mai zu rechnen.

 

Herr Scheer regt an, sich Informationen von anderen Gemeinden zu beschaffen und möglicherweise auf der Basis zu entscheiden. Diese Idee wird von Herrn Kastner unterstützt, zumal noch nicht klar ist, wie eine Auswertung erfolgen soll. Empfehlungen vom Land gibt es dazu bisher nicht.

 

Frau Prößler bestätigt die Problematik der Auswertung und weist noch einmal darauf hin, dass das Lüften der Räume das Wichtigste ist.

 

Herr Michel vermutet, dass sich die Erprobung auf einen Praktikabilitätstest beschränken wird, da die Stadt keine weitergehenden Möglichkeiten hat.

 

Herr Bruhm gibt den Vorsitz vorübergehend an Herrn Jahnke ab um mitzuteilen, dass für ihn die Beratungsfolge unverständlich ist. Obwohl vorab noch einige Fragen zu klären gewesen wären wie z.B. Wartungskosten, Filterersatz und Lebensdauer der Geräte, wurde vor der Beratung im Fachausschuss bereits im VA der Beschluss gefasst, drei Geräte anzuschaffen.

 

Herr Hansemann befürwortet den Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, da man jetzt Erfahrungen sammeln kann und nach seiner Auffassung eine anderweitige Nachnutzung möglich ist.

 

Anschließend stimmt der Ausschuss über die BV2021/016 ab.

 

Ergebnis: dafür 6; dagegen 2; Enthaltung 2

 

 

In der sich anschließenden Beratung über die Beschaffung von Schnelltests stellt Herr Jahnke zunächst den Antrag der SPD-Fraktion zum Haushalt 2021 vor und weist auf die Bedeutung und die Dringlichkeit von Testungen hin.

 

Ergänzend informiert Frau Prößler darüber, dass die Stadt bereits Schnelltests bestellt hat und zurzeit nach Personal geschaut wird, welches die Testungen vornehmen kann. Es ist zu beachten, dass die Tests freiwillig sind.

 

Herr Michel bewertet die Tests als gute Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie und Frau Früchtenicht vergewissert sich, dass die Stadt nur den eigenen Bediensteten in den Schulen das Angebot macht. Das Landespersonal in den Schulen kann sich nach Auskunft von Herrn Scheer 1x wöchentlich kostenlos testen lassen.

 

Auf die Anregung von Frau Schuch, auch Schnelltests für die Kinder bereitzuhalten, stellt Frau Prößler klar, dass das für die Stadt nicht leistbar ist.

 

Es kann festgestellt werden, dass alles Erforderliche in Vorbereitung ist.

 

Zur Verdeutlichung wird die Formulierung im Antrag dahingehend angepasst, dass es sich um Schnelltests, nicht um PCR-Tests, handelt und dass eine Begrenzung auf die kommunalen Bediensteten ausgesprochen wird.

 

 Das Ergebnis für den SPD-Antrag in der geringfügig geänderten Formulierung ist:

 

dafür 9, dagegen 0; Enthaltung 1

 

Da das Reinigungspersonal in den meisten Schulen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von privaten Reinigungsfirmen ist, fordert Herr Jahnke die Stadt auf, an die Reinigungsfirmen zu appellieren, ebenfalls wöchentliche Tests für ihre Angestellten zu ermöglichen.

 


Beschluss:

Der Ausschuss beschließt bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen, das der Antrag von Bündnis90/Die Grünen nach der Erprobungsphase für die drei Geräte in der darauf folgenden Sitzung des Schulausschusses beraten wird.