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Auszug - Erstellung eines Konzeptes der Jugendarbeit in Syke - Bericht durch Jugendpfleger Herrn Catruat  

Sitzung des Ausschusses für Generationen
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Generationen Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Mi, 20.11.2019 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 20:15 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal im Rathaus der Stadt Syke
Ort: Hinrich-Hanno-Platz 1, 28857 Syke
2019/137 Erstellung eines Konzeptes der Jugendarbeit in Syke - Bericht durch Jugendpfleger Herrn Catruat
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Verfasser:Frau C. Prößler, Tel: 164-200
Federführend:Fachbereich 2 - Bildung und Generationen Bearbeiter/-in: Rößler, Susanne

Herr Catruat informiert die Ausschussmitglieder darüber, dass er derzeit dabei ist, ein neues Konzept zur Jugendarbeit in Syke zu erstellen. Er hat sich bereits Eckpunkte überlegt, die dann mit „Leben“ gefüllt werden sollen. Diese Eckpunkte stellt er den Ausschussmitgliedern vor.

 

In Syke sind zurzeit 5298 Jugendliche zwischen 6 und 27 Jahren gemeldet. Das entspricht ca. 21 % der Bevölkerung. Von diesen Jugendlichen nutzen bereits einige Angebote in Fitnessstudien, im Theater, in Tanzschulen und in Musikschulen.

 

Von Herrn Catruat werden die einzelnen Eckpunkten, die für das Konzept vorgesehen sind, erläutert.

 

Zu der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (Punkt 1) berichtet er, dass er die anderen Angebote der Jugendpflege mit der Kinder- und Jugendarbeit im Jugendkulturzentrum vernetzten möchte. Durch neue und geänderte Angebote sowie Veränderung der Öffnungszeiten will er die Jugendarbeit vor Ort ausbauen.

 

Zum  Ausbau der mobilen und flexiblen Jugendarbeit (Punkt 2) weist Herr Catruat darauf hin, dass er die bereits geleistete Jugendarbeit in Vereinen u.a., die ehrenamtlich tätige Kräfte durchführen, durch Angebote sowie Hilfestellung bei der Beantragung finanzielle Unterstützung weiter ausbauen möchte.

 

Zu den Angeboten für geschlechterspezifische Arbeit (Punkt 3) teilt er mit, dass es bereits spezielle Angebote für Mädchen- und Jungen sowie auch inklusive Angebote gibt. Neben Zebra Orange führt er mit der Lebenshilfe und dem Martinsclub Kooperationsgespräche.

 

Zu den Jugendkulturellen Angeboten (Punkt 4) berichtet er, dass unregelmäßige und regelmäßige Angebote durchgeführt werden sollen. Geplant ist, dass im Jahre 2020 u.a. die „Nacht der Jugend“ wieder stattfinden soll. Im Jahre 2019 hat er bereits das Soccer-Turnier in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen organisiert.

 

Zum Aufbau eines Kooperationsnetzes (Punkt 5) berichtet er, dass die Kooperation u.a. mit Sport- und Schützenvereinen, Intakt, der Lebenshilfe und dem Martinsclub weiter ausgebaut werden soll.

 

Durch den Aufbau eines Stadtjugendringes (Punkt 6) soll den Jugendlichen ermöglicht werden, ihre Ideen mit in die politische Gremien einzubringen.

 

Zum Aufbau einer internationalen Jugendarbeit (Punkt 7) berichtet Herr Catruat, dass ein internationaler Jugendaustausch u.a. mit der polnischen Partnerstadt geplant ist.

 

Wichtig ist es für ihn auch, das Thema Umwelt (Punkt 8) mit ins Konzept der Jugendarbeit aufzunehmen.

 

Zur Jugend-Prävention (Punkt 9) berichtet Herr Catruat, dass er bereits mit der Polizei Kontakt aufgenommen hat.

 

Herr Catruat weist darauf hin, dass er erst nach dem Beschluss der Eckpunkte durch den Rat der Stadt Syke mit der Erstellung eines Konzeptes weitermachen kann.

 

Nach Meinung von Herr Schmock sollten im Kooperationsnetz neben den Sport- und Schützenvereinen auch die Schulen mit aufgenommen werden. Neben der Unterstützung vorhandener Jugendarbeit in den Vereinen sollte auch die Beratung mit aufgenommen werden. Im Zusammenhang mit der Ausweitung von Rechtspopulismus sollten auch wenn erforderlich Initiativen und Streetworker mit in den Eckpunkten eingebunden werden.

 

Herr Bruhm ist der Ansicht, dass Jugendliche in den politischen Gremien mitwirken sollen und deshalb ein langfristiges Ziel sein sollte, ein Kinder- und Jugendparlament einzurichten. Er beantragt, entweder den Punkt 6 diesbezüglich zu erweitern oder einen neuen Punkt 10 einzurichten.

 

Herr Thiel weist darauf hin, dass bei der Erarbeitung des Konzeptes auch die Mitarbeiter*innen im Jugendkulturzentrum Syke und Barrien involviert sein sollten. Er fragt an, ob weitere Stellen im Jugendkulturzentrum erforderlich sind. Ferner bittet er um Beantwortung folgender Fragen:

  • findet die Nacht der Jugend im kommenden Jahr statt,
  • wird Mitternachtssport angeboten,
  • wie sehen die zukünftigen Öffnungszeiten der Jugendhäuser in Syke und Barrien aus,
  • warum sind die Buchungsstellen 36.6.01.427100-0002 und 36.6.01.427100-0003 nicht deckungsfähig.

 

Hierzu erwidert Frau Prößler, dass die Nacht der Jugend nur aus zeitlichen Gründen nicht in 2019 stattgefunden hat. Im Haushaltsjahr 2020 soll sie wieder stattfinden. Fördermittel werden noch beantragt. Die Eintragung der Deckungsfähigkeit der beiden Buchungsstellen kann unter dem Tagesordnungspunkt 16 beantragt werden. 

 

Herr Catruat antwortet, dass der Mitternachtsfußball weiterhin angeboten werden soll. Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeiten, sich in den Abendstunden auszutoben.

 

Von Herrn Heuer-Brockhoff wird angeregt, die Vereinsstrukturen aller Ortschaften der Stadt Syke mit im dem Konzept aufzunehmen.              

 

Die SPD-Fraktion stellt den Antrag, den Eckpunkt 6 „Aufbau eines Stadtjugendringes Syke“ um den Satz „und in Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden langfristig ein Kinder- und Jugendparlament zu entwickeln“ zu ergänzen.

Diesem Antrag stimmen die Ausschussmitglieder einstimmig zu.

 

Von der CDU-Fraktion wurde ein Änderungsantrag hinsichtlich der Punktes 3 „Angebote für geschlechtsspezifische Arbeit“ sowie Punkt 8 „ Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gestellt.

Vorgeschlagen wird, den Punkt 3 dahingehend umzuändern, dass das Wort „geschlechterspezifische“ in „gruppenspezifische“ Arbeit umgeändert wird.

 

Nach Meinung von Herrn Röder sollte die geschlechterspezifische Arbeit erhalten bleiben. Die Themen Inklusion und Integration sollten mit in den Eckpunkt aufgenommen werden.

 

Herr Eggers begründet den Änderungsvorschlag damit, dass nicht nur geschlechterspezifisch Gruppenarbeit geleistet werden sollen. Vielmehr sollten spezielle Angebote für bestimmte Gruppen, die nicht in der offenen Jugendarbeit untergebracht werden können, aufgenommen werden.

 

Nach kurzer Aussprache wurde Einigkeit dahingehen erzielt, dass der Eckpunkt 3 wie folgt umbenannt wird „Angebote für spezifische Arbeit mit gruppen-, themen- und geschlechtsspezifischen Inhalten“.

 

Im Übrigen ist der Eckpunkt 2 um die inklusive Jugendarbeit zu erweitern und lautet dann „Aufbau einer mobilen, flexiblen und inklusiven Jugendarbeit“.

 

Der Eckpunkt 8 wird folgendermaßen umbenannt: „Angebote im Bereich von Klima- und Umweltschutz und in der Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

 

Herr Eggers ist der Meinung, dass im Aufbau der internationalen Jugendarbeit (Punkt 7) nur Städte und Gemeinden aus dem europäische Raum und Partnerschaftsgemeinden der Stadt Syke beteiligt werden sollten. Es sollten keine weiteren Partnerschaften gebildet werden.

 


Beschluss:
Der Ausschuss für Generationen empfiehlt einstimmig dem Rat der Stadt Syke, zu beschließen, dass die folgenden Eckpunkte in das neue Konzept über die Jugendarbeit in Syke aufgenommen werden:

  1. Offene Kinder- und Jugendarbeit im Jugendkulturzentrum Syke und Barrien
  2. Aufbau einer mobilen, flexiblen und inklusiven Jugendarbeit
  3. Angebote für spezifische Arbeit mit gruppen-, themen- und geschlechtsspezifischen Inhalten
  4. Jugendkulturelle Angebote
  5. Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes und Vernetzungsarbeit
  6. Aufbau eines Stadtjugendringes Syke und in Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden langfristig ein Kinder- und Jugendparlament zu entwickeln
  7. Aufbau einer internationalen Jugendarbeit
  8. Angebote um Bereich Klima- und Umweltschutz und in der Bildung für nachhaltige Entwicklung
  9. Jugend-Prävention.