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Auszug - Nutzung des Faulgases auf der Kläranlage Syke durch Anschaffung eines Motor - BHKW oder eines Turbinen – BHKW - Anfrage von Herrn Dr. Hass in der VA-Sitzung am 04.02.2010 zur möglichen Nutzung des Faulgases beim Hallenbad in Syke  

Sitzung des Ausschusses für Bauwesen
TOP: Ö 6.1
Gremium: Ausschuss für Bau, Ordnung und Umwelt Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 04.03.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:10 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal im Rathaus der Stadt Syke
Ort: Hinrich-Hanno-Platz 1, 28857 Syke
2010/007-4-1 Nutzung des Faulgases auf der Kläranlage Syke durch Anschaffung eines Motor - BHKW oder eines Turbinen – BHKW
- Anfrage von Herrn Dr. Hass in der VA-Sitzung am 04.02.2010 zur möglichen Nutzung des Faulgases beim Hallenbad in Syke
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage öffentlich
Verfasser:Reinhard OhlmannAktenzeichen:4- Kläranlage Syke – BHKW
  Bezüglich:
2010/007-4
Federführend:Fachbereich 4 - Bau, Plan., Umwelt Bearbeiter/-in: Borgmann, Birgit

Herr Pesch referiert, ob eine Umleitung des überschüssigen Faulgases vom Klärwerk zum Hallenbad sinnvoll sei

Herr Pesch referiert, ob eine Umleitung des überschüssigen Faulgases vom Klärwerk zum Hallenbad sinnvoll sei. Er habe es noch mal überprüft. Im Klärwerk seien die höchsten Stromkosten. Bei einer Anschaffung von 2 Mikro-Gasturbinen würde das Faulgas dann zu 100% verwendet.

Er sagt, dass auch Herr Rahm und jetzt Herr Ehlers die Gasturbinen vorziehen würden, da eine Stelle nicht wieder neu besetzt würde und die Turbinen weniger anfällig sind und dann weniger Personal bräuchten.

 

Herr Dr. Hass möchte wissen, ob noch Faulgas übrig wäre.

 

Herr Pesch verneint. Man solle lieber die Kläranlage ertüchtigen mit einer Reduzierung der Stromkosten.

 

Herr Flor dankt Herrn Matthias. Er selbst habe an der Exkursion am 09.02.2010 nach Achim und Oyten teilgenommen. Er fragt, ob bei den Berechnungen häufige Stillstandzeiten berücksichtigt sind.

 

Herr Matthias verneint. Er ergänzt, dass es beim Motor-BHKW mehr Ausfälle als bei den Gasturbinen gebe.

 

Herr Flor erläutert, in Achim wäre auch erklärt worden, dass der Motor-BHKW größere Stillstandszeiten habe und die variablen Kosten für die Zukunft weniger greifbar wären und evtl. steigen würden. Seine Fraktion sei deshalb für die Gasturbinen.

 

Herr Walek kritisiert, dass er zu der Exkursion nicht eingeladen wurde. Außerdem vermisse er bei den Berechnungen die Abschreibung, die aufgrund von unterschiedlicher Haltbarkeitsdauer eine andere sein müsse.

 

Herr Ohlmann verweist auf die Anlage 2 der Beschlussvorlage und ergänzt, dass die Gasturbinen langlebiger seien.

 

Herr Cohrsen weiß, das die Gasturbinen noch nicht so lange am Markt seien. Er möchte wissen, aus welchen Ländern sie kommen und wie lange sie halten.

 

Herr Matthias erläutert, dass sie in den USA seit 15 Jahren im Einsatz sind und heute über eine Firma in Österreich in Deutschland vertrieben werden.

 

Herr Hartje möchte wissen, welche Kosten auftreten, wenn ein Motor bei den Gasturbinen ausgetauscht werden müsse, sicherlich seien dies höhere Kosten als beim Motor-BHKW. Seiner Fraktion habe bei dem Ausflug der lautlose Betrieb imponiert und deshalb plädieren sie für die Gasturbinen.

 

Herr Dr. Hass fragt nach Vorteilen im Teillastbetrieb und möchte wissen, was passiert, wenn die Verfügbarkeit des Blockheitsbetriebes nicht gegeben sei. Er fragt nach dem Wärmebedarf der Gesamtmaßnahme, wie hoch die Kosten für die Wärmebereitstellung beim Hallenbad und in den öffentlichen Gebäuden seien. Ferner möchte er wissen, ob es Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmebedarfs des Faulgasturmes gibt. Er könne sich so noch nicht entscheiden.

 

Herr Matthias erklärt im Teillastbereich ist immer ein schlechterer Wirkungsgrad. Tagsüber würde man bei beiden Modellen voll ausschöpfen und in der Nacht will man weniger Strom erzeugen, dann den Motor auf 60% runter und die Turbine könne bis auf 50-55% runtergehen.

Der elektrische Wirkungsgrad beim Motor wäre eindeutig besser.

Die Kosten für den Wärmebedarf für das Hallenbad etc. kenne er nicht.

 

Herr Pesch geht auf die Frage ein, ob man das Gas woanders nutzen könne. Er sagt als Strom- und Wärmeerzeuger sei die Kläranlage der größte Nutzer. Der Transport zum Hallenbad sei zu aufwändig.

Der Motor-BHKW sei anfälliger und die Mikro-Gasturbine könne das Faulgas besser ab.

 

Herr Dr. Hass fragt, ob man nicht doch das überschüssige Faulgas für das Hallenbad nutzen könne und wie hoch der Wärmebedarf in Kosten für die öffentlichen Gebäude sei.

 

Herr Matthias sagt, bei beiden Maschinen würde das Faulgas zu 100% bei der Kläranlage genutzt. Auf der Syker Kläranlage wurde dieses Jahr über einen Kessel zugeheizt.

 

Herr Pesch stimmt diesem zu, es bliebe eigentlich nichts über. Wärmebedarfszahlen hätte er in einer Tabelle. Für die Gesamtheit der Gebäude liege der Wärmebedarf bei 12 Megawatt. Durch energetische Maßnahmen gebe es eine Grundlast von 4 Megawatt und eine Spitzenlast von 6 Megawatt Wärme über das gesamte Jahr gerechnet. Im Sommer sei es 1 Megawatt als Grundlast und in Spitzenzeiten würde zugeheizt.

 

Herr Ohlmann gibt an, dass die Transport- und Leitungskosten zu hoch seien.

 

Frau Heckmann möchte wissen, ob man nicht im Sommer das Freibad beheizen könne.

 

Herr Pesch erläutert er habe dieses bereits durchgerechnet und es zum jetzigen Zeitpunkt beiseite gelegt. Hierfür müsste eine Wärmeleitung unter die Hache hindurch. Er kenne die Kosten für die Leitung, er könne es aufbereiten, die Zahlen seien da.

 

Herr Matthias sagt, es gebe Fördermittel, die noch nicht mit eingerechnet seien.